Pressemitteilung

Eine  Schülergruppe der Geraer Waldorfschule war zwei Wochen zu einer Projektarbeit in der Schulfarm „Gottes Garten“ (גינתיא) in Ma’alot.

Nach zwei Wochen Bauzeit wurde der Backofen im Schulgarten „Gottes Garten“ in Ma’alot fertiggestellt und schließlich angefeuert. 13 SchülerInnen und zwei betreuende Lehrer, Matthias Porsch und Katja Anderle, hatten nach einem Jahr Vorbereitung, organisiert durch Zusammenspiel (www.zusammenspiel.de) die Reise nach Israel angetreten, um in der seit zwei Jahren bestehenden Schulfarm, in der Schüler der Schulen in Ma’alot mit Erde und Pflanzen arbeiten, ein Bauprojekt zu realisieren. Das hier geerntete Korn wird zu Mehl verarbeitet, aus dem die Schüler nun Brot backen können. Geleitet wird die Farm von Nir Eliav.

Neben dem Bauprojekt wollte man aber auch ausgiebig Land und Leute kennenlernen. Zentral hierbei war das Thema „Shoa“. Hierzu besuchte die Gruppe, zwischen 15 und 18 Jahren, das Altenheim Beit Elieser in Ma’alot, in dem Shoa-Überlebende leben, und hatte ein langes Gespräch mit Zvi Cohen, 87, einem Shao-Überlebenden, der im Kibbutz Ma’abarot wohnt. Die SchülerInnen waren von seiner Lebensgeschichte aus der Nazi-Zeit so beeindruckt, daß es auf der Rückfahrt im Bus nur noch Schweigen gab. Jeder war in seinen Gedanken und jeder wollte mit sich sein.

Viel Spaß gab es allerdings bei einem dreitägigen Besuch Jerusalems, Qumrans und Massadas. In einem nur einstündigen Aufstieg über den Schlangenpfad war die Gruppe im ehemaligen Palast Herodes angekommen. Gefesselt hörten sie der Geschichte vom Massenselbstmord zu – als Ausgleich war anschließend Schwimmen im Toten Meer angesagt. Emotionale Spannungen konnten so auch wieder etwas abgebaut werden.

Wohnte die Gruppe einen Teil der zwei Wochen im Schulgarten selbst, gab es allerdings an mehreren Tagen, u. a. am Shabbat, für die SchülerInnen Gelegenheit, in Gast-Familien zu übernachten. So lernten sie auch ein wenig „privates“ Israel kennen, wobei die erfahrene Gastfreundschaft die Schüler nachdrücklich beeindruckte. Ausflüge wurden gemacht, Familienmitglieder und Freunde eingeladen, um mit den deutschen Gästen Shabbat zu feiern.

Ein Besuch auf den Golan-Höhen brachte einen Einblick in die aktuelle politische Situation, wobei ungeplant ein australischer UNO-Soldat den Schülern Rede und Antwort stand und sie umfassend informierte.

In einer dreistündigen (!) Präsentation nach ihrer Rückkehr informierte die Gruppe durch Bilder und Vorträge ihre daheimgebliebenen Mitschüler, durch die deutlich wurde, welchen Wert ein selbstgewonnenes Bild von Israel hat, das nicht medial gefiltert ist.

Eines ist für Schüler und Lehrer klar: 2019 soll das nächste Projekt in Gottes Garten in Ma’alot stattfinden.

17. März 2018: Ende gut – alles gut

Ein kurzer Stopp auf dem arabischen Markt in  Tarshicha und ein Blick auf die wundervollen Bahai-Gärten in Haifa, dann ging es zum Flughafen Ben-Gurion. Alle drin – alle raus; ab in den Schnee. Na wundervoll!!!

Ein eindrucksvolles Projekt ist abgeschlossen worden; mit einer Gruppe, die interessiert, engagiert und offen für alles sich dem Land Israel stellte. Die Komplimente unserer israelischen Partner über diese Gruppe dokumentieren das eindrucksvoll und sind kein Honig ums Maul. Die Geraer haben Eindruck hinterlassen. Die Einladung für nächstes Jahr steht. Zusammenspiel sagt Glückwunsch zu diesem Erfolg!

תודה לך, ניר, ותודה על עזרתך!

Tag der Befreiung des KZ Auschwitz

 This is a prisoner identity photo provided by the Auschwitz Museum, taken by Wilhelm Brasse while working in the photography department at Auschwitz, the Nazi-run death camp where some 1.5 million people, most of them Jewish, died during World War II. The Nazis sent Brasse to the camp as a Polish political prisoner in 1940, where he estimates that he took some 40,000 to 50,000 such identity pictures for the Nazis. (AP Photo/Auschwitz Museum)

Das junge Mädchen wurde von einer Aufseherin vor der Aufnahme mit einem Gewehrkolben an der Lippe verletzt. Auch sie wurde wie viele andere ermordet.